Beweisarchiv: Algebra: Gruppen: Bahnensatz

Aus testwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Beweisarchiv: Algebra: TOPNAV Der Bahnensatz beschreibt eine Bijektion zwischen der Bahn eines Mengenelements unter einer Gruppenoperation und der Menge der (Links-)Nebenklassen der zugehörigen Stabilisatoruntergruppe.

Sei

 (G,⋅)

eine Gruppe und

∘:G×M→M

eine Gruppenoperation von G auf M.

Wir werden folgende Bezeichnungen verwenden:

  • G∘x:={m∈M | ∃g∈G mit m=g∘x}⊆M sei die Bahn von x,
  • Gx:={g∈G | g∘x=x}≤G die Stabilisatoruntergruppe von x und
  • G/Gx:={A∈𝒫(G) | ∃g∈G mit  A=g⋅Gx}⊆𝒫(G) die Menge der (Links-)Nebenklassen von Gx in G.

Satz

Für jedes

x∈M

ist die Abbildung

G/Gx→G∘x , g⋅Gx↦g∘x

eine wohldefinierte Bijektion.

Beweis

  1. Wohldefiniertheit: Aus s⋅Gx=t⋅Gx folgt s−1⋅t∈Gx, also s∘x=s∘((s−1⋅t)∘x)=(s⋅s−1⋅t)∘x=t∘x.
  2. Surjektivität: Ist klar nach Definition der Bahn.
  3. Injektivität: Es bezeichne e das neutrale Element von G. Aus s∘x=t∘x folgt (s−1⋅t)∘x=s−1∘(t∘x)=s−1∘(s∘x)=(s−1⋅s)∘x=e∘x=x, also s−1⋅t∈Gx. Dies impliziert s⋅Gx=t⋅Gx.
◻

Wikipedia-Verweise

Bahnformel